Förderverein zur Renovierung der Filialkirche St.Peter und Paul in Nannhofen e.V.

Am 14. Juni 2002 wurde der 'Förderverein zur Renovierung der Filialkirche St. Peter und Paul in Nannhofen' gegründet. Den Anstoß dazu hatte der damalige Pfarrer M. Schlosser gegeben. Allein der Besorgnis erregende Zustand der Wände und - wie sich später herausstellte - auch der hölzernen sakralen Austattung machte jedem Besucher der Kirche klar, dass nun endlich etwas unternommen werden musste. Mittlerweile hat der Verein rund 130 Mitglieder; unser Ziel ist es, dass in wenigen Jahren unsere Kirche, erhaben auf einem Hügel in der Nähe der Bahnlinie München - Augsburg stehend, vor weiterem Verfall gerettet wird und außen wie innen wieder ein würdiges und freundliches Aussehen bekommt.

Besucher und Interessenten unserer Kirche können sich anhand folgender Kurzbeschreibung mit Ihrer Entstehungsgeschichte vertraut machen:

In Nannhofen gibt es vermutlich seit der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts ein Gotteshaus. Alte Hofmarksbeschreibungen von 1170 machen erstmalig eine Nannhofer Kirche urkundlich; in alten Zehentaufstellungen von 1305 wird sie als Dorfkirche erwähnt. 1632 werden Schloss und Dorf Nannhofen, dabei auch die Kirche, von den Schweden verwüstet. 1678 - wir befinden uns in der kunsthistorischen Periode des Frühbarocks - wird der Kirchenneubau nach acht Jahren Bauzeit vollendet, der bis 1750 unter dem
Patronat der Mutter Gottes steht und dann den Apostelfürsten Peter und Paul geweiht wird. 1846/47 wurde eine Empore mit einer Orgel eingezogen. 1961 ging bei Innenrestaurierungen die vermutlich barocke Ausmalung verloren. Der (West)Turm weist das Augsburger Turmbauschema auf, d. h. im oberen Teil geht der quadratische zu einem achteckigen Grundriss über, wie es an St. Ulrich und St. Afra in Augsburg zu sehen ist. Über der Kirchentür außen zeigt ein Sandsteinrelief die Kreuzabnahme Christi (ein Geschenk der Lotzbeckschen Familie aus dem 19. Jahrhundert). Im Inneren bietet Sankt Peter und Paul eines der wenigen gut erhaltenen Zeugnisse für den 'altertümlichen' Stil der Miesbacher Schule, der gekennzeichnet ist durch geometrische Ordnung und Mangel an Bewegung und Dynamik, die für den reifen und hohen Barock so typisch ist. Auf dem
Hochaltarbild, gerahmt von den Figuren der Kirchenpatrone Petrus und Paulus, befindet sich die schwebende Madonna mit dem göttlichen Kind, zu ihren Füßen die Mondsichel. Darunter sind Johannes der Täufer und die Hl. Katharina von Alexandrien zu sehen. Im Hintergrund ist vermutlich das alte Wasserschloss Nannhofen abgebildet.

Zu besichtigen ist die Kirche ungefähr von April bis Ende Oktober, jeweils an den Wochenenden und natürlich anlässlich der Gottesdienste.


Spenden sind immer herzlich willkommen auf folgende Konten:

Sparkasse Mammendorf, KtoNr: 1628957, BLZ: 70053070

Volksbank Mammendorf, KtoNr: 100 614 114, BLZ: 70163370

Steuerbescheinigungen werden gerne erteilt.